Ist Grüntee eine Wunderwaffe?

Fakt ist, dass grüner Tee seit fast 5000 Jahren als eine der grössten Heilpflanzen geschätzt wird. Es finden sich viele schriftliche Quellen, die belegen, dass grüner Tee im alten China und Japan lange zunächst fast ausschliesslich aus medizinischen Gründen getrunken wurde.

Unter dem Begriff Grüntee oder grüner Tee wird eine besondere Variante der Teeerzeugung verstanden. Im Unterschied zum Schwarztee kommt es beim grünen Tee während der Herstellung nicht zu einer Oxidation der Teeblätter. Aber Grüntee ist nicht gleich Grüntee. Im Hinblick auf Geschmack, Inhaltsstoffe und Wirkung existieren für die einzelnen Grünteesorten grosse Unterschiede. Schätzungen zufolge existieren weltweit über 1500 verschieden Sorten. Zudem hat auch die Art der Zubereitung, des Verzehrs und der Lagerung signifikanten Einfluss auf die Gewinnung und Erhaltung der Inhaltsstoffe.

Obwohl bis heute noch kaum ein Heilsversprechen durch wissenschaftliche Daten belegt werden konnte, lässt ein aktuelles Mäuse-Experiment jedoch aufhorchen, denn das Ergebnis zeigt: Weniger als zwei Tassen grüner Tee - zum Essen getrunken - könnten genügen, um den Blutzuckeranstieg nach einer kohlenhydrathaltige Mahlzeit zu halbieren. Zuständig für diese Wirkung ist eine Substanz namens Epigallocatechingallat, kurz EGCG, welche die Stärkespaltung hemmt. Auf diese Weise erhöht sich der Blutzucker nach dem Essen langsamer. Insbesondere für die Gefässgesundheit wäre der Effekt von Vorteil.

Studien ergaben auch, dass nicht nur die einzelnen Inhaltsstoffe ausschlaggebend sind, sondern dass diese im grünen Tee eine wichtige Wechsel- und Kombinationswirkung entfalten. Die im Tee enthaltenen Polyphenole und vor allem deren grösste Gruppe die sogenannten Flavonoide sowie wiederum deren größte Untergruppe, die Flavanole (=Catechine), und deren Haupt-Catechin, das EGCG, sind aufgrund ihrer positiven gesundheitlichen Wirkung sehr in das Interesse der Forschung und der Öffentlichkeit geraten. Sie gelten als die wichtigsten Inhlatstoffe des grünen Tees. Die meisten wissenschaftlichen Studien konzentrieren sich dabei hauptsächlich nur auf das Catechin EGCG.

Im folgenden Abschnitt wir das Catechin EGCG und deren Wirkung kurz zusammengefasst:

  • Ein wichtiger Effekt von EGCG ist die Wirkung gegen Krebs. Bei einer Untersuchung bei der Universität Mississippi wurde deutlich, dass durch die Einnahme von EGCG das Wachstum von Brusttumoren bei weiblichen Mäusen im großen Masse reduziert wurde.
  • Weil EGCG ein kräftiger Antioxidans (schützen unsere Zellen vor freien Radikalen)  ist, hat er auch eine positive Wirkung auf den Cholesterin-Wert und viele Altertumsbeschwerden.
  • Aufgrund der antiviralen und bakterientötenden Wirkung beweist EGCG ebenfalls seinen Nutzen bei der Vorbeugung von Zahnkrankheiten und Zahnfleischentzündungen.
  • EGCG wirkt besser als die Antioxidantien Vitamin C und E. Darüber hinaus hilft EGCG den Vitaminen C und E bei der Arbeit.
  • Momentan wird an einer Untersuchung gearbeitet, in der Wissenschaftler entdecken, wie EGCG die Gesundheit von Diabetikern schützen. Die ersten Resultate deuten auf die Tatsache, dass EGCG wahrscheinlich ein sehr kräftiges natürliches Mittel sein kann, welches den Schäden durch hohe Blutzuckerniveaus vorbeugen kann. EGCG kann ebenfalls den Insulinspiegel erhöhen, was wichtig für Patienten mit Diabetes Typ 2 ist.
  • Catechine sind ein wichtiges Anti-Altertums-Mittel für eine strahlende junge Haut. Freie Radikale schädigen unsere Zellmembranen, sowohl in der Haut, wie auch die Zellen in unserem Körper. EGCG hat die Eigenschaft, diese Beschädigungen zu begrenzen, zu verringern und zu heilen.
  • EGCG ist ein wirksamer Stimulator der Thermogenese, ein biochemische Prozess, bei dem durch die entstehende Wärme Fett verbrannt wird, um Energie zu liefern.  Studien mit Menschen haben gezeigt, dass EGCG bei der Stimulation der Thermogenese helfen kann, Kalorien zu verbrennen.

 

Demzufolge ist grüner Tee eines der gesündesten Getränke weltweit. Grüner Tee sollte stets frisch sein und möglichst in einer verschlossenen luftdichten Packung gekauft werden. Der Sauerstoff der Luft lässt den Tee schneller altern und er verliert an Aroma. Am besten lagert man ihn in Glasgehältern und nie neben Kaffe oder Gewürzen.

Der Tee sollten nicht mit kochendem Wasser überbrüht werden, da sich sonst Gerbstoffe lösen und Vitamine zerstört werden. Ideal sind ca. 70–80 °C Wassertemperatur, sehr hochwertige japanische Grüntees werden zum Teil auch nur mit einer Wassertemperatur von 60 °C aufgegossen.

Am besten bringt man Wasser zum Kochen und wartet einige Minuten bis dieses abgekühlt ist. Anschliessend den Tee hinzufügen und 1-2 Minuten ziehen lassen, milde hochwertige Sorten können auch bis zu 4 Minuten ziehen.

 

 

 

 

 

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